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Kalibrierschein importieren

· 3 Minuten Lesezeit
Jan Wittkamp
CEO @ Memida GmbH

Wenn mehrere Kalibrierscheine aus dem Labor eintreffen, beginnt die Arbeit bisher oft mit dem Übertragen von Angaben und dem Suchen der zugehörigen Prüfmittel. Der neue Import unter Prüfberichte → Import führt diese Aufgaben zusammen: Memida liest PDF- und DCC-Dateien aus, schlägt Zuordnungen vor und bereitet die Prüfberichte zur Kontrolle vor.

So können Sie auch größere Dokumentpakete gemeinsam bearbeiten, ohne die fachliche Entscheidung über einzelne Ergebnisse aus der Hand zu geben.

Abb.:1 Kalibrierscheine und ihre Zuordnung zum Prüfmittel

Mehrere Dokumente, eine kontrollierte Übernahme​

PDF- und DCC-Kalibrierscheine (1) lassen sich gemeinsam hochladen und vor der Übernahme einzeln kontrollieren. Memida gleicht erkannte Ident.Nr. und Seriennummern mit bestehenden Prüfmitteln ab (2). Im gezeigten PDF-Beispiel verbindet die übereinstimmende Seriennummer den Messschieber mit seiner Prüfmittelakte (3). Neue Prüfmittel entstehen dabei nicht.

Kalibrierdatum, Einsatzentscheidung und Bericht bleiben vor der Übernahme korrigierbar. Bei PDFs schlägt Memida die Einsatzentscheidung anhand der belegten Angaben vor. Die Angaben zur Konformität laut Dokument finden Sie unter Erkannte Dokumentdaten. Fehlt im PDF ein Gesamturteil, kann Memida Einsatzfähig zur Sichtprüfung vorschlagen; Sie müssen die Einsatzentscheidung ausdrücklich bestätigen. Bei DCC-Importen kann ein eindeutig zugeordnetes Gesamturteil die Einsatzentscheidung vorschlagen; andernfalls wählen Sie sie selbst. Prüfberichte anlegen übernimmt die bereiten Dokumente samt Originaldateien; offene Fälle bleiben zur Bearbeitung erhalten.

PDF und DCC passend verarbeiten​

Bei PDFs unterstützt eine bei Bedarf KI-gestützte Auswertung die Texterkennung. Pro Datei gehört ein Kalibrierschein in den Import; dieser darf mehrere Seiten umfassen.

Ein digitaler Kalibrierschein (DCC) liefert die Angaben bereits strukturiert als XML. Memida verarbeitet die Versionen 3.2.1 und 3.3.0 ohne KI-Auswertung und prüft ihre XML-Struktur.

Abb.:2 DCC-Details und Dokumentstatus

Die DCC-Details (1) machen die strukturierten Angaben zugänglich. Separate Statusanzeigen (2) unterscheiden Version, Schemaprüfung und Signatur. Die Originaldatei bleibt erhalten; eine von Memida erzeugte PDF-Darstellung erleichtert das Lesen.

Schemaprüfung und Signatur

Schema gültig bestätigt keine geprüfte elektronische Signatur.

Upload und Kontrolle im Team verteilen​

Eigene Uploads bleiben zunächst privat. Freigeben übergibt sie an andere berechtigte Benutzer. Wer selbst prüfen darf, kann eigene Importe direkt abschließen.

Dafür sind die Aufgaben getrennt berechtigt:

  • Kalibrierscheine hochladen erlaubt Upload und Freigabe eigener Importe.
  • Prüfberichtimporte bearbeiten erlaubt Kontrolle, Zuordnung und Übernahme; abhängig von Prüfberichte bearbeiten einschließlich Prüfberichte ansehen.

Admin und User erhalten beide Importrechte standardmäßig, Viewer nicht. Individuelle Rechte sowie Firmen- und Kostenstellenzugriffe bleiben maßgeblich.

Auswirkungen auf Bestand und Integrationen​

Übernommene Prüfberichte fließen in Prüfmittelzustand und nächstes Prüfdatum ein. Das bestehende Prüfintervall bleibt erhalten.

Bestätigte DCC-Prüfberichte können anschließend weder bearbeitet noch gelöscht werden, auch nicht über die REST-API. Angebundene Anwendungen müssen diese Unveränderlichkeit berücksichtigen. Sie gilt nicht pauschal für PDF-Importe.


Den vollständigen Ablauf und Hinweise zu offenen Angaben finden Sie im Handbuch.